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Der Steinmarder

 Der Steinmarder (Martes foina) gehört zur Gruppe der „Marderartigen“.

 Er ist etwa so lang wie eine Katze, aber schlankerund flacher.

Mit Schwanz (Rute) misst er etwa 65–70 cm und wiegt ca. 1,5 kg.

Sein auffälligstes Merkmal ist der weißr Kehlfleck, der bis auf die Vorderläufe hinab gegabelt ist.

Das Fell des Steinmarders ist bräunlichmit  langer, struppiger  Rute

 

Lebensraum

Bevorzugte Lebensräume sind neben Wald und Feld vor allem Dörfer und Städte.

Da in besiedelten Gebieten Unterschlupfe wie Ställe,  Holzstöße und Steinhaufen kaum noch zu finden sind,

 sucht er bevorzugt auch Wohnhäuser auf.

In den Nachtstunden, wenn er auf Nahrungssuche geht, wird der Steinmarder aktiv.

Die nächtlichen Erkundungszüge sind sehr ausgedehnt.

Der Steinmarder legt dabei im Durchschnitt mehr als 8 km zurück.

 

Bei der Nahrungswahl ist der Steinmarder nicht wählerisch und anpassungsfähig.

Neben Kleinsäugern, wie Mäuse, Wanderratten etc., liebt er Früchte, wie Äpfel,  Pflaumen, Kirschen und Beeren.

Allerdings sind auch Vögel und deren Gelege nicht vor ihm sicher.

Verschiedene Singvogelarten wie Drossel, Amsel und Haussperling

aber auch Tauben und vereinzelt Haushühner konnten als Nahrung nachgewiesen werden.

Weitere Nahrungsbestandteile sind Regenwürmer, Insekten, Aas und menschliche Hausabfälle.

 

Fortpflanzung

Die Paarungszeit des Steinmarders fällt in den Zeitraum von Ende Juni bis Mitte August.

Erst im März, seltener im April, werden zwei bis vier Junge geboren..

 

Untermieter im Haus

Ist zu vermuten, dass sich ein Steinmarder als Untermieter in ein Haus eingeschlichen hat,

 sollte zunächst einmal feststellt werden,

ob es sich wirklich um einen Marder oder um andere Tiere, wie Mäuse, Waschbären oder Katzen handelt.

Dabei können die verschiedenen Spuren verglichen werden.

Der Marder hinterlässt wurstartigen Kot (Losung), der etwa 8–10 cm lang, und 1–2 cm dick ist

und in einer gedrehten Spitze endet.

Oft ist er mit Beuteresten versetzt und besteht aus dicht zusammengedrehten Haaren, Federn oder Obstkernen.

Marderpfoten haben in etwa die Größe von Katzenpfoten, unterscheiden sich jedoch sehr deutlich darin,

dass im Pfotenabdruck des Steinmarders 5 Zehen und Nägel zu erkennen sind.

Etwas ausgestreutes Mehl auf dem Dachboden erleichtert  die Spurenerkennung.

Gab es früher vor allem das Problem mit Einbrüchen des Marders in Hühnerställe,

sind heute nächtlich polternde „Dachmarder“ oder kabelbeißende „Automarder“ ein Ärgernis.

Der Steinmarder richtet sich gerne direkt über unseren Köpfen auf den Dachböden von Wohnhäusern ein.

Meistens bleibt die Anwesenheit des Steinmarders unbemerkt, es sei denn, er macht mit Geräuschen auf sich aufmerksam.

Besonders während der Aufzucht des Nachwuchses und später zur Paarungszeit, im Zeitraum von April bis September,

können Lärmstörungen durch die nachtaktiven Tiere auftreten.

Auch kann der von Kot, Urin oder Beuteresten ausgehende Geruch stören.

Steinmarder sind wie Katzen sehr reinliche Tiere, die neben einem Schlafplatz auch eine separate Speisekammer und Toilette einrichten.
Da sie immer wieder die gleiche Stelle als Toilette benutzen, besteht die Gefahr, dass Urin in den Boden eindringt.

Kothaufen können ausser zur Geruchsbelästigung, sekundär zum Befall mit Insekten führen.  

Auch herumliegende Beutereste ( Kadaver) führen zu Geruchsbelästigung und z. B. zur Entwicklung von Fliegenbefall!!

Probleme können auch auftreten, wenn sich Steinmarder an der Dachisolierung zu schaffen machen. 

Antennenkabel werden gelegentlich vom Steinmarder angeknabbert.

 

Bekämpfungsmassnahme

Um den Steinmarder aus dem Haus zu bekommen, gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten.  Aussperren, Vergrämen, oder Abfangen.

Zuverlässig und dauerhaft lässt sich der Steinmarder vom Dachboden  fernhalten wenn es gelingt ihn  zu vergrämen.

 Beim Vergrämen von Steinmardern wird der Aufenthalt für das Tier so unangenehm wie möglich gestaltet.

Hierzu ist es nötig, Vergrämungsstäube, wie z.B. FlockyStop auszubringen.

 

Als schwierig erweist sich immer wieder der Versuch, den Marder auszusperren.

Hierzu müssen alle Einstiegsmöglichkeiten gefunden und z. B. mit einem Maschendraht ect. verschlossen werden.

Einschlupfmöglichkeiten sind Mauerlöcher, Belüftungsschlitze, defekte Dachfenster, lockere Dachziegel ect..

Um herauszufinden, wie der Marder ins Gebäude kommt,

sollten um das Haus und um die in der Nähe stehenden Bäume nach Spuren des Marders gesucht werden. 

Klettert das Tier an Fallrohren hoch, um aufs Dach zu gelangen, kann der Aufstieg mit z.B. einem Marderabwehrgürtel verhindert werden.

Mögliche Eingänge sind bereits handgroße Öffnungen oder Dachziegel, die der Marder hochdrücken kann.

Um den Marder auf dem Dachboden nicht einzuschließen, darf der Zugang nur nachts, wenn der Marder auf der Jagd ist, versperrt werden.

Etwas Lärm vorher sollte dem Tier Gelegenheit zur Flucht geben, dann sperrt man den Marder ein statt aus.

Bei seinen Befreiungsversuchen kann es zu erheblichen Schäden kommen.

 

Im Frühjahr, von März bis Juni, dürfen Aussperrungen grundsätzlich nicht erfolgen.

In dieser Zeit besteht die Gefahr, dass man eine Mutter von ihren Jungen trennt.

Ein qualvoller Hungertod der Jungtiere und daraus folgender Verwesungsgeruch wären die Folge!

 

Automarder

Steinmarder nutzen auf deckungsarmen Straßen Motorräume von Kraftfahrzeugen als Unterschlupf.

Die PKW dienen als Rastplatz, als Versteck für Nahrung oder als Spielplatz für Jungtiere.

Das bleibt oft unbemerkt, da die meisten Marderbesuche glimpflich verlaufen und keine Schäden zur Folge haben.

Das Zerbeißen von Kühlschläuchen, Kabeln und ähnlichem lässt sich auf drei für den Marder typische Verhaltensweisen zurückführen:

 

Ø  auf das Erkundungsverhalten

Ø  das Spielverhalten

Ø  aggressive Beißen

 

Der Marder interessiert sich für alles Unbekannte und erkundet interessant erscheinende Objekte durch Beschnuppern und Zerbeißen.

Das Spielverhalten, das besonders bei Jungtieren sehr ausgeprägt ist, verursacht den einen oder anderen Schaden .

Das aggressive Beißen stellt die Hauptursache für gravierende Schäden im Motorraum dar,

was als Folge der Verteidigung seines Reviers gewertet werden kann.

Durch den Geruch eines vermeintlichen Rivalen provoziert, lenkt der Marder sein aggressives Verhalten auf Zündkabel und Kühlschläuche um.

Deswegen treten diese Probleme oft dann auf, wenn Fahrzeuge an Reviergrenzen geparkt werden

oder bei Parkplatzwechseln zwischen verschiedenen Marderrevieren.

Die meisten Marderschäden treten im Frühjahr vor der Paarungszeit auf,

weil zu dieser Zeit die Revierkämpfe zwischen den Männchen ausgetragen werden

und die Tiere sehr aggressiv auf die Duftspur eines Rivalen reagieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                          

 

 

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